Heilpflanzen für kranke und gesunde Tage

Unsere Kleine Teekunde

Heilpflanzentees gibt es seit Jahrhunderten. Frische oder getrocknete Pflanzenteile – Blüten, Blätter oder auch die zerkleinerte Wurzel – werden mit kochendem Wasser aufgegossen oder einige Minuten ausgekocht. Nun den Aufguss eine Weile auskühlen lassen, durch ein Sieb abgießen und den Heilpflanzentee langsam in kleinen Schlucken trinken.

Tees können für Genuss sorgen

Neben Kaffee und Schwarztee können auch Heilkräutertees ein Genuss sein. Eine Tasse Kräutertee zu trinken ist eine kleine Ruhepause. Ein richtiger Wohlfühltee, der sehr gut schmeckt, ist eine Mischung aus Hagebuttenfrüchten, Lindenblüten und Zitronenmelisse zu gleichen Teilen gemischt. Diese Teemischung kann warm und kalt genossen werden.

Teemischungen

Gesundheit mit Heilkräutern

Heilpflanzen für medizinische Anwendungen sollten immer in der Apotheke gekauft werden. So kann der Kunde sicher sein, dass er einwandfreie und qualitativ hochwertige Pflanzen bekommt. Die Apotheke ist verpflichtet, die Qualität der Heilkräuter nach den Richtlinien des Arzneimittelgesetzes und den Vorschriften des amtlichen Arzneibuches einzuhalten. Nach dem Aufgießen mit kochendem Wasser müssen die Tees noch eine Weile stehen, um die Inhaltsstoffe der Teekräuter gut herauszuziehen. Dabei die Kanne zudecken, besonders bei Heilkräutern mit ätherischen Ölen. Arzneitees sollen schluckweise auf nüchternen Magen getrunken werden. So ist die heilende Wirkung am größten. Empfehlenswert ist es, sich einen kleinen Teevorrat zuzulegen. Melisse (Melissa officinalis) hilft, um nach einem langen anstrengendem Tag zur Ruhe zu kommen. Hopfen (Humulus lupulus) wirkt einschlaffördernd. Lindenblüten (Tilia cordata) wirken schweißtreibend und lindern hartnäckigen Husten. Lindenblütentee hat einen angenehmen Geschmack und Duft. Auch Kinder werden ihn mögen. Bei grippalen Infekten mit Fieber wird die Krankheit traditionell nach einem heißen Bad und einer Tasse Lindenblüten- oder Holunderblütentee (Sambucus nigra) „ausgeschwitzt“. Bei Verdauungsstörungen und krampfartigen Beschwerden im Verdauungstrakt ist eine Mischung aus Anis (Pimpinella anisum), Kümmel (Carum carvi) und Fenchel (Foeniculum vulgare) sehr bewährt. Die Anissamen müssen vor dem Aufbrühen im Mörser leicht angestoßen werden. Nur so kann das ätherische Öl als heilender Wirkstoff vollständig freigesetzt werden.


Grafik: © Maren Beßler / PIXELIO