Die Geschichte des Tees
Schon vor 5000 Jahren trank man in China Tee. Er wurde als
Getränk und als Heilmittel eingesetzt. Buddhistische Mönche
brachten den Tee schon im 6. Jahrhundert nach Japan. 1610 erst
erreichte der Tee Europa. Holland und England wurden zu den
größten Teehändlern.
Tee wurde zu Wasser und zu Land transportiert. Schon bald wurden
die getrockneten Blätter der Teepflanze in der Mongolei und in
Tibet, aber auch in Sibirien und Russland beliebt. Der auf dem
Landweg transportierte Tee erzielte höhere Preise. Er war
intensiver und besser im Geschmack. Auf dem Meer transportierter
Tee litt unter Geschmackseinbußen aufgrund der Feuchtigkeit und
Salzluft.
Welche wirtschaftliche Bedeutung der Tee hatte, zeigt sich an
der berühmten Boston Tea Party. Als Protest gegen die von den
Engländern auferlegte Teesteuer enterten die Amerikaner 1773 in
Boston englische Schiffe und warfen den Tee ins Meer.

Im 19. Jahrhundert reihte sich Indien in die großen
Teeproduzenten ein. Die Eröffnung des Suez-Kanals 1869 verkürzte
den Seeweg nach Europa um 7000 km und gab nun auch anderen
Schiffen die Gelegenheit, mit Tee Handel zu treiben.
In Europa spielt der Tee erst hinter dem Kaffee eine Rolle.
Vergangen sind die Zeiten der Tanztees in den 1920er Jahren. Tee
passte im 20. Jahrhundert nicht mehr zu den hektischen Zeiten.
Für aufwändige Tee-Zeremonien und für den 5 o’clock tea hatten
die Europäer immer weniger Zeit.
Heute besinnt man sich wieder auf die gesundheitlichen Aspekte
des Tees. Im Zuge von Wellness und Körperbewusstsein wird er
auch in Deutschland wieder entdeckt. Teeläden und –sorten erleben
einen Boom.
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