was sie schon immer über tee wissen wollten...

Teesorten und Teewissen

Mit einer jährlichen Produktion von nahezu 3 Millionen Tonnen zählt Tee heute zu den beliebtesten Getränken weltweit. Vor rund 5000 Jahren wurde Tee erstmals in chinesischen Schriften erwähnt, womit bis heute China als Ursprungsland des populären Getränkes gilt. Erst 1610 gelangte Tee nach Europa, 1662 die erste offizielle Teestunde im Hofe Karls II., König von England.
Gewonnen wird das populäre Getränk aus den Blättern der Teepflanze, die zur Familie der Kamelien gehört. Hauptsächlich werden heutzutage die aus Kreuzungen der Camellia sinensis var. sinensis (China-Tee) und Camellia sinensis var. assamica (Assam-Tee) angebaut. Erstere Pflanze gilt als robuster, wohingegen der Assam-Tee auf die hohe tropische Luftfeuchtigkeit angewiesen ist. Je nach Verarbeitung entstehen aus beiden Sorten Schwarzer oder Grüner Tee.



Neben diesen absoluten „Teeklassikern“ gibt es eine Vielzahl von Tees aus Früchten und Kräutern. Diese enthalten kein Koffein, wobei im Falle der Koffeinfreiheit darauf geachtet werden sollte, dass es sich um reine Früchte- oder Kräutertees handelt und nicht um aromatisierten Schwarzen oder Grünen Tee. Die Auswahl an Teesorten ist heutzutage gewaltig. Die altbekannten Sorten wie etwa:

  • Pfefferminze
  • Hagebutte
  • Kamille

stehen in einem erweiterten Angebot neben Orangen-, Roibusch- und sogar Arzneitee, beispielsweise Schlaf-Nerven-Tee und Nieren-und-Blasen-Tee.

Earl Grey Tee

Wichtig ist bei der Zubereitung, dass so genanntes weiches, also kalkarmes Wasser verwendet wird. Erfüllt das Leitungswasser diese Voraussetzung nicht, kann stilles Mineralwasser verwendet werden. Das Wasser sollte nicht nur erhitzt, sondern kurz aufgekocht und anschließend sofort über Teeblätter oder –beutel gegossen werden. Eine Ausnahme bildet hier Grüner Tee, vor dessen Aufgießen das Wasser fünf Minuten abkühlen sollte. Nur unter diesen Voraussetzungen werden den Geschmack und die Wirkung beeinträchtigende Ablagerungen vermieden und eine volle Entfaltung des Aromas garantiert. Während bei einem milden Tee auf Milch oder Sahne verzichtet wird, können kräftige Assam-Tees auf diese Weise verfeinert werden. Zum Süßen eignet sich neben Zucker vor allem Honig.

Grafik: © w.r.wagner / pixelio.de